Finanzkonzept

Das Finanzvolumen des Gesamtprojekts umfasst bis zur Fertigstellung ca. 4,8 Mio. €. Allein der Erwerb des Grundstücks mit den darauf befindlichen unsanierten Altbauten erforderte 1,15 Mio. €.

Rechtzeitig vor Beginn des Projekts lagen die neuen Richtlinien der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt (WK) zur Förderung von Baugemeinschaften in Hamburg, nachzulesen im "Merkblatt 4", vor. Voraussetzung für eine Förderung war es, dass das zur Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) gehörende Amt für Wohnen, Stadterneuerung und Bodenordnung (WSB) das Projekt als förderungswürdig eingestuft hat.

Gemäß den Richtlinien der WK und der Einstufung der WSB als förderungswürdig erhielt das Wohnprojekt "Greves Garten" zinsgünstige Wohnungsbaukredite sowie ein Grundstücksdarlehen zu marktüblichen Konditionen. Daneben zahlt die WK für alle Mieter einen einkommensabhängigen Mietzuschuss.

Als Eigenkapital musste die Genossenschaft 250€/m² Wohnfläche aufbringen. Alle Bewohnerinnen und Bewohner mussten je Wohnung zunächst 10.000€ als Genossenschaftsanteile erwerben. Die zum Teil notwendige Aufstockung der Anteile auf 250€/m² Wohnfläche konnte dann im Laufe mehrerer Jahre erfolgen. Die Anteile müssen mittlerweile sofort und vollständig gezahlt werden. Bewohner/-innen der Bestandwohnungen haben ihre bestehenden Mietkautionen in Genossenschaftsanteile umgewandelt.

Das Projekt ist als Wohnungseigentümergemeinschaft organisiert mit der Genossenschaft auf der einen Seite und mit den Wohnungseigentümern auf der anderen Seite als Mitglieder (wobei die Wohnungseigentümer auch Mitglieder der Genossenschaft sind).
Dies bietet beiden Seiten Vorteile: Die Genossenschaft verringerte so das durch die Mitglieder aufzubringende Eigenkapital, die Wohnungseigentümer waren nur mit einem starken Partner wie der Genossenschaft in der Lage, sich am Kauf des Geländes zu beteiligen.